Die Welt war in Aufregung. So kurz vor der Jahrtausendwende eine Sonnenfinsternis mitten in Europa - was das wohl bedeuten konnte ?  
Das Ende der Zeit ? Hatten das nicht die Maya erst für 2012 angekündigt ? Jedenfalls war die Spannung groß und die Angst vor dem Millenium-Bug wurde alarmistisch geschürt. 

1999 war für mich das Internet-Jahr schlechthin, es brachte ganz praktisch für meine Arbeit mit dem Computer nicht nur die Möglichkeit internationaler Resonanz, sondern was viel wichtiger war die Erwartung in Zukunft nicht mehr GFA-Basic, Pascal oder C lernen zu müssen. Die Ankunft einer finalen globalen Computersprache sollte sich dank HTML realisieren lassen. Nun, wenn dies im zehn Jahresrückspiegel so auch nicht ganz stimmt - der Umgang mit Javascript-, Flash-, php-, xml- CMS und Wiki-Code ist zweifelsfrei nützlich - so ist HTML ein stabiles Rückgrat für alle Internetaktivitäten und Motor der meisten Webseiten geworden. 

Im März 99 ging ich mit meinem Freund Armin und unseren Schülern von der Multimedia AG erstmals mit der Schul-Homepage online. Es dürfte wohl die erste virtuelle Zerstörung eines n Piano-Konzertfügels im Internet gewesen sein. (Falls das Klavier unten bereits zerstört ist bitte neu laden)   



























        

Als damals im Mai 99 puretec (heute 1 & 1; United Internet) kostenlosen Webspace zur Verfügung stellte wollte ich natürlich so rasch wie möglich meine eigene Webseite im Internet veröffentlichen. Der Weg zum Erfolg ist aber wie meist mit Steinen bewehrt, jedoch wollte ich dem gezielt entgegenwirken und plante den Auftritt meiner Raumzeitwellen mit dem letzten großen kosmischen Ereignis des alten Jahrtausends. 

Am Tag der Sonnenfinsternis war es soweit, der Berg kreiste doch er gebar eine Maus: Die Wettervorhersage für Deutschland war ausgesprochenen unbestimmt. Da in Richtung Frankreich die wenigsten Wolken zu erwarten waren entschieden Conny und ich uns für den Weg Richtung Saarbrücken. Doch wie das Wetter eben so spielt. Es trübte ein und zwanzig Minuten vor der totalen Finsternis (um 12 Uhr) schoben sich immer dicker werdende Wolken vor das Himmelsschauspiel. In der Nähe von Pirmasens war guter Rat teuer. Dort hinten, ja dort hinten ist es doch hell! Wir landeten in einer flachen Talsenke. Dicke Regenwolken rasten heran. 12.00 Mittag:  Plötzlich wurde es fast stockdunkel. Unheimliche Stille breitete sich aus, alle Sonnenbewunderer waren verschwunden. Ein kalter Hauch lies uns frösteln, ein einsamer Reiher stand stocksteif in Sichtweite auf einer Wiese und ein Bauer, der mit seinem Traktor sein Feld beackerte, knipste seine Traktorscheinwerfer an und arbeitete ungerührt weiter. Genauso wie sie gekommen war endete von jetzt auf nachher diese Begnung der dritten Art. Von Westen wurde es hell und warm, Dunkelheit und Regen waren verflogen. Auf dem Nachhauseweg, der von vielen Verkehrsstauungen begleitet war, blickte kaum eine Stunde nach der Sonnenfinsternis die gute alte Sonne uns wieder so an als sei nie etwas geschehen.                       


Schließlich stellte ich zusammen mit einem internationalen „Hello World“ 
           


diese fraktal manipulierte Sonnenfinsternis ins Internet. 





 
    







Ernesto O. 

 

Schreibe einen Kommentar                            zum Blog-Archiv http://www.raumzeitwellen.de/about/gssonline99/index.htmhttp://www.raumzeitwellen.de.tl/Kommentare-zum-Blog.htm../../../Archiv.htmlshapeimage_2_link_0shapeimage_2_link_1shapeimage_2_link_2

Freitag, 14. August 2009

 
 
Erstellt auf einem Mac
Weiter >20_Update__Kalender_der_Zukunft.htmlshapeimage_4_link_0
< Zurück8_Feuerwelt_2009.htmlshapeimage_5_link_0